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Von den ersten Klavierstunden über das Homestudio bis zur professionellen Bühne: Tasteninstrumente gehören zu den vielseitigsten Instrumenten überhaupt. Zur Auswahl stehen unter anderem Digitalpianos, Stage-Pianos, Keyboards, Synthesizer, Workstations und MIDI-Keyboards – jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten bei Tastatur, Klangerzeugung und Ausstattung.
Wer ein Tasteninstrument kaufen möchte, sollte deshalb zunächst überlegen, wie es eingesetzt werden soll. Für klassisches Klavierspiel sind andere Eigenschaften wichtig als für eine Live-Band, elektronische Musikproduktion oder die Steuerung virtueller Instrumente am Computer.
In unserem Ratgeber erfährst du, welches Tasteninstrument zu deinen Anforderungen passt und worauf du bei Tastatur, Tastenanzahl, Sounds, Anschlüssen und weiteren Funktionen achten solltest.
Elektronische Tasteninstrumente werden in verschiedene Kategorien unterteilt. Die Übergänge sind teilweise fließend, dennoch haben sich typische Einsatzbereiche etabliert.
Das hängt davon ab, was gelernt werden soll. Wer klassisches Klavierspielen lernen möchte, kann sich an einem Digitalpiano mit 88 gewichteten und anschlagdynamischen Tasten mit Hammermechanik orientieren.
Wer dagegen unterschiedliche Sounds, Rhythmen und Begleitfunktionen ausprobieren möchte, findet bei Keyboards einen vielseitigen Einstieg. Für Musikproduktion am Computer kann wiederum ein MIDI-Keyboard sinnvoll sein.
Ein Digitalpiano ist ein elektronisches Tasteninstrument, das sich in Klang und Spielgefühl am akustischen Klavier beziehungsweise Flügel orientiert. Viele Modelle besitzen 88 gewichtete Tasten mit Hammermechanik und integrierte Lautsprecher.
Digitalpianos eignen sich besonders für Zuhause, Musikunterricht und Übungsräume. Vorteile gegenüber einem akustischen Klavier sind beispielsweise regelbare Lautstärke, Kopfhöreranschluss und die Tatsache, dass ein Digitalpiano nicht klassisch gestimmt werden muss.
Ein Stage-Piano verbindet hochwertige Piano- und E-Piano-Sounds mit einer für den mobilen Einsatz geeigneten Bauform. Viele Modelle besitzen 88 gewichtete Tasten und umfangreiche Anschlüsse für Bühne und Studio.
Im Unterschied zu vielen Digitalpianos steht häufig weniger das wohnraumorientierte Gehäuse als vielmehr Transportfähigkeit, Live-Bedienung und flexible Klangwahl im Vordergrund. Nicht jedes Stage-Piano besitzt integrierte Lautsprecher.
Ein Keyboard ist ein vielseitiges elektronisches Tasteninstrument, das häufig zahlreiche Instrumentenklänge, Rhythmen und eine automatische Begleitfunktion bietet.
Viele Keyboards besitzen 61 Tasten mit einer leichteren Mechanik als ein Digitalpiano. Je nach Modell gibt es jedoch auch andere Tastenumfänge und unterschiedliche Ausstattungen.
Keyboards eignen sich für Einsteiger ebenso wie für Musiker, die Begleitautomatik und eine große Auswahl direkt spielbarer Sounds nutzen möchten.
Ein Synthesizer dient der elektronischen Erzeugung und Bearbeitung von Klängen. Im Gegensatz zu einem Instrument, das sich hauptsächlich auf die möglichst realistische Wiedergabe eines Klaviers konzentriert, steht beim Synthesizer häufig das Sounddesign im Mittelpunkt.
Je nach Syntheseform und Modell können Oszillatoren, Filter, Hüllkurven, Modulationen und Effekte zur Klanggestaltung eingesetzt werden.
Eine Workstation kombiniert umfangreiche Klangerzeugung mit Funktionen für Arrangement, Performance und Musikproduktion. Je nach Modell stehen zahlreiche Sounds, Effekte, Sequencer, Begleitfunktionen und umfangreiche Möglichkeiten zum Speichern eigener Setups zur Verfügung.
Workstations sind besonders für Musiker interessant, die viele Funktionen innerhalb eines einzigen Tasteninstruments benötigen.
Ein MIDI-Keyboard beziehungsweise Masterkeyboard dient in erster Linie zur Steuerung anderer Klangerzeuger. Das können virtuelle Instrumente auf einem Computer, Apps, Synthesizer oder Soundmodule sein.
Viele MIDI-Keyboards besitzen selbst keine umfangreiche interne Klangerzeugung. Sie senden stattdessen Steuerinformationen wie gespielte Noten und Anschlagstärke über MIDI beziehungsweise USB.
Ein Digitalpiano konzentriert sich typischerweise auf ein möglichst klavierähnliches Spielgefühl und besitzt häufig 88 gewichtete Tasten mit Hammermechanik.
Keyboards sind meist leichter und kompakter und bieten häufig eine größere Auswahl an Begleitrhythmen und verschiedenen Instrumentensounds. Die Tastatur ist bei vielen Modellen leichter gewichtet.
Wer Klaviertechnik lernen möchte, kann daher besonders auf Tastatur und Hammermechanik achten. Wer möglichst viele Sounds und Begleitfunktionen sucht, kann bei einem Keyboard fündig werden.
Beide Instrumententypen können hochwertige Piano-Sounds und gewichtete Tastaturen bieten. Ein Digitalpiano ist häufig für einen festen Standort zu Hause oder in der Musikschule konzipiert.
Ein Stage-Piano ist dagegen meist transportabler und bietet Funktionen und Anschlüsse für Live- und Studioanwendungen. Welcher Typ besser passt, hängt deshalb vor allem vom Einsatzort ab.
Ein Keyboard bietet häufig zahlreiche fertige Sounds und eine Begleitautomatik. Beim Synthesizer liegt der Schwerpunkt dagegen auf der Erzeugung und gezielten Veränderung eigener Klänge.
Wer einfach verschiedene Instrumentenklänge spielen und automatische Begleitungen nutzen möchte, kann ein Keyboard wählen. Für elektronische Musik und Sounddesign bietet ein Synthesizer meist umfangreichere Möglichkeiten.
Tasteninstrumente gibt es mit unterschiedlichen Tastenumfängen. Häufig anzutreffen sind beispielsweise 25, 49, 61, 73, 76 oder 88 Tasten.
Welche Anzahl sinnvoll ist, hängt vom Einsatz ab:
Für klassisches Klavierspiel sind 88 Tasten sinnvoll. Für Synthesizer, Musikproduktion und mobile Anwendungen kann ein kleinerer Tastenumfang ausreichen.
Eine anschlagdynamische Tastatur erkennt, wie stark beziehungsweise schnell eine Taste angeschlagen wird. Dadurch kann beispielsweise ein Piano-Sound bei leichtem Anschlag leiser und bei kräftigem Anschlag lauter wiedergegeben werden.
Anschlagdynamik ist für ausdrucksstarkes Spielen wichtig und findet sich deshalb bei vielen Keyboards, Digitalpianos, Stage-Pianos, Synthesizern und MIDI-Keyboards.
Eine Hammermechanik soll das mechanische Spielgefühl eines akustischen Klaviers nachbilden. Die Tasten bieten dabei einen deutlicheren Widerstand als bei einer typischen leichten Keyboardtastatur.
Für Pianisten und Klavierschüler gehört die Tastaturmechanik zu den wichtigsten Kaufkriterien. Hochwertige Instrumente können zusätzlich abgestufte Gewichtungen und weitere konstruktive Merkmale besitzen.
Gewichtete Tasten werden häufig gewählt, wenn ein klavierähnliches Spielgefühl gewünscht wird. Leichtere beziehungsweise ungewichtete oder halbgewichtete Tastaturen können dagegen für Synthesizer-Sounds, Orgelspiel oder schnelle Keyboard-Passagen angenehm sein.
Welche Tastatur besser geeignet ist, hängt deshalb stark vom Instrument und der bevorzugten Spielweise ab.
Aftertouch ermöglicht es bei entsprechend ausgestatteten Tastaturen, nach dem eigentlichen Anschlag durch zusätzlichen Druck auf die Taste weitere Klangparameter zu beeinflussen.
Damit lassen sich beispielsweise Vibrato, Filter oder andere Modulationen während des Spielens steuern. Diese Funktion ist besonders bei Synthesizern, Workstations und bestimmten MIDI-Keyboards interessant.
Die Polyphonie beschreibt, wie viele Stimmen ein elektronisches Tasteninstrument gleichzeitig erzeugen kann. Eine gespielte Taste entspricht dabei technisch nicht zwingend nur einer einzelnen Stimme, da komplexe Sounds aus mehreren Klangbestandteilen bestehen können.
Eine hohe Polyphonie ist besonders bei langen Ausklingzeiten, Sustain-Pedal, Layer-Sounds und komplexen Arrangements hilfreich.
Mit einer Split-Funktion lässt sich die Tastatur in verschiedene Bereiche aufteilen. So kann beispielsweise links ein Bass und rechts ein Piano gespielt werden.
Beim Layern werden mehrere Klänge gleichzeitig übereinandergelegt, beispielsweise Piano und Streicher. Beide Funktionen sind besonders für Live-Musiker und vielseitige Keyboard-Setups interessant.
Das hängt vom Einsatz ab. Digitalpianos und viele Keyboards besitzen integrierte Lautsprecher und können dadurch ohne zusätzliches Wiedergabesystem gespielt werden.
Stage-Pianos, Synthesizer und MIDI-Keyboards besitzen dagegen je nach Modell keine Lautsprecher. Dann werden beispielsweise Kopfhörer, Aktivlautsprecher, Studiomonitore, Keyboardverstärker oder eine PA benötigt.
Viele elektronische Tasteninstrumente besitzen einen Kopfhöreranschluss. Dadurch kann zu Hause geübt werden, ohne den Raum über Lautsprecher zu beschallen.
Bei MIDI-Keyboards erfolgt die Audioausgabe dagegen normalerweise über den angeschlossenen Computer beziehungsweise die verwendete Klangerzeugung.
Die benötigten Anschlüsse hängen vom Einsatzbereich ab. Häufig finden sich:
Wer das Instrument mit Computer, Audio-Interface, PA oder weiteren MIDI-Geräten verbinden möchte, sollte die vorhandenen Anschlüsse vor dem Kauf prüfen.
MIDI überträgt musikalische Steuerinformationen und keine klassische Audioaufnahme. Dazu gehören beispielsweise gespielte Noten, Anschlagstärke und Controller-Daten.
Über MIDI kann ein Tasteninstrument beispielsweise einen externen Synthesizer oder ein virtuelles Instrument auf dem Computer spielen.
Viele moderne Tasteninstrumente lassen sich über USB oder MIDI mit einem Computer verbinden. Dadurch können sie beispielsweise mit Recording-Software, virtuellen Instrumenten oder Lernprogrammen verwendet werden.
Einige Modelle übertragen zusätzlich Audiodaten über USB. Ob diese Funktion vorhanden ist, hängt vom jeweiligen Instrument ab.
Wer gezielt Klavierspielen lernen möchte, sollte insbesondere auf 88 gewichtete, anschlagdynamische Tasten mit Hammermechanik achten. Digitalpianos und viele Stage-Pianos erfüllen diese Anforderungen.
Zusätzlich sind ein Sustain-Pedal und ein stabiler Sitzplatz beziehungsweise eine geeignete Klavier- oder Keyboardbank sinnvoll.
Für Live-Auftritte sind Stage-Pianos, Synthesizer, Workstations und bestimmte Keyboards besonders verbreitet. Entscheidend sind neben dem Klang auch schnelle Bedienbarkeit, Gewicht, Anschlüsse und die Möglichkeit, Sounds vorzubereiten beziehungsweise zu speichern.
Split- und Layer-Funktionen können ebenfalls wichtig sein, wenn ein Musiker innerhalb eines Songs mehrere Klangfarben benötigt.
Für die Musikproduktion kann bereits ein kompaktes MIDI-Keyboard ausreichen, wenn die Klangerzeugung vollständig über Software erfolgt.
Wer zusätzlich ohne Computer spielen möchte, kann einen Synthesizer, eine Workstation, ein Stage-Piano oder ein anderes Instrument mit eigener Klangerzeugung wählen.
Für Kinder hängt die Auswahl von Alter, musikalischem Ziel und Unterrichtskonzept ab. Ein kompakteres Keyboard kann einen unkomplizierten Einstieg ermöglichen.
Soll von Beginn an klassische Klaviertechnik gelernt werden, kann dagegen eine gewichtete Tastatur mit Hammermechanik sinnvoll sein. Bei der Auswahl können außerdem Körpergröße, Sitzhöhe und Erreichbarkeit der Pedale berücksichtigt werden.
Je nach Instrument und Einsatz wird unterschiedliches Zubehör benötigt. Typische Ergänzungen sind:
Bei Pedalen, Netzteilen und anderen elektronischen Zubehörteilen sollte immer auf die Kompatibilität mit dem jeweiligen Instrument geachtet werden.
Vor dem Kauf solltest du zunächst festlegen, wofür du das Tasteninstrument hauptsächlich verwenden möchtest. Daraus ergeben sich die wichtigsten Anforderungen.
Wer diese Punkte berücksichtigt, kann die große Auswahl an elektronischen Tasteninstrumenten schnell auf die Modelle eingrenzen, die zum eigenen musikalischen Einsatz passen.
Zu den elektronischen Tasteninstrumenten gehören unter anderem Digitalpianos, Stage-Pianos, Keyboards, Synthesizer und Workstations. MIDI-Keyboards besitzen ebenfalls eine Klaviatur, dienen aber hauptsächlich der Steuerung externer oder virtueller Klangerzeuger.
Wer klassisches Klavierspiel lernen möchte, kann ein Digitalpiano mit 88 gewichteten Tasten und Hammermechanik wählen. Wer viele Sounds und Begleitfunktionen ausprobieren möchte, findet diese häufiger bei Keyboards.
Das hängt vom Lernziel ab. Für klassisches Klavierspiel bietet eine 88-Tasten-Klaviatur den vollständigen Tonumfang. Für Keyboard, Synthesizer und Musikproduktion können 61 oder weniger Tasten ausreichend sein.
Ein Digitalpiano konzentriert sich stärker auf Klavierklang und klavierähnliches Spielgefühl. Ein Keyboard bietet häufig eine leichtere Tastatur, zahlreiche Sounds, Rhythmen und automatische Begleitfunktionen.
Stage-Pianos sind häufig auf mobilen Live- und Studioeinsatz ausgelegt. Digitalpianos sind oft als stationärer Klavierersatz für Zuhause und Unterricht konzipiert. Technisch können sich beide Kategorien deutlich überschneiden.
Nicht zwingend einen Computer, aber normalerweise eine externe Klangerzeugung. Das kann beispielsweise ein Computer, Tablet, Synthesizer oder Soundmodul sein. Viele MIDI-Keyboards erzeugen selbst keinen vollständigen Instrumentensound.
Viele Digitalpianos besitzen integrierte Lautsprecher und benötigen für den normalen Gebrauch keine externe Verstärkung. Für Bühne oder größere Räume können zusätzliche Lautsprecher beziehungsweise eine PA sinnvoll sein.
88 Tasten entsprechen dem üblichen Tonumfang eines akustischen Klaviers. Eine Gewichtung sorgt für einen höheren beziehungsweise gezielt abgestimmten Spielwiderstand. Bei Digitalpianos wird dafür häufig eine Hammermechanik eingesetzt.
Grundlegende musikalische Fähigkeiten lassen sich auch auf einem Keyboard erlernen. Für klassische Klaviertechnik ist jedoch eine Tastatur mit 88 gewichteten Tasten und Hammermechanik näher am Spielgefühl eines akustischen Klaviers.
Für softwarebasierte Produktion sind MIDI-Keyboards besonders praktisch. Synthesizer und Workstations eignen sich zusätzlich für Musiker, die eine eigene Klangerzeugung und umfangreiche Performance- beziehungsweise Produktionsfunktionen benötigen.
Ob Digitalpiano für das Klavierspiel, Stage-Piano für die Bühne, Keyboard für vielseitige Begleitung, Synthesizer für Sounddesign oder MIDI-Keyboard für das Homestudio: Die verschiedenen Tasteninstrumente setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Entdecke unsere Tasteninstrumente für Anfänger, Fortgeschrittene und professionelle Musiker und finde das passende Instrument für Zuhause, Musikschule, Proberaum, Studio und Bühne.
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