Ein Akustikbass verbindet das Spielgefühl eines Bassinstruments mit einem resonierenden Korpus, der den Klang der Saiten akustisch verstärkt. Damit eignet er sich besonders für Unplugged-Sessions, Singer-Songwriter, akustische Ensembles, Proben und viele weitere musikalische Situationen.
Akustikbässe sind als 4- und 5-Saiter, mit oder ohne Bünde sowie in verschiedenen Korpusgrößen und Mensuren erhältlich. Viele Modelle besitzen zusätzlich einen integrierten Tonabnehmer und Preamp, sodass sie direkt an Bassverstärker, PA oder Audio-Equipment angeschlossen werden können.
In unserem Ratgeber erfährst du, worauf du beim Kauf eines Akustikbasses achten solltest und welche Unterschiede bei Korpus, Mensur, Elektronik und Saitenzahl wichtig sind.
Ein Akustikbass ist ein Bassinstrument mit einem hohlen Resonanzkorpus. Ähnlich wie bei einer Akustikgitarre werden die Schwingungen der Saiten über Steg und Decke auf den Korpus übertragen und dadurch akustisch hörbar gemacht.
Im Vergleich zum E-Bass lässt sich ein Akustikbass deshalb auch ohne elektrische Verstärkung spielen. Für Band, Bühne und größere Räume ist eine zusätzliche Verstärkung jedoch häufig sinnvoll.
Ein E-Bass besitzt üblicherweise einen massiven Korpus und benötigt für den typischen Bass-Sound eine elektrische Verstärkung. Ein Akustikbass erzeugt dagegen bereits über seinen Resonanzkorpus einen hörbaren akustischen Klang.
Auch das Spielgefühl unterscheidet sich. Der größere Korpus eines Akustikbasses verändert Haltung und Ergonomie, während ein Solidbody-E-Bass meist kompakter am Körper liegt.
Akustikbass und Kontrabass sind unterschiedliche Instrumente. Ein Akustikbass orientiert sich bei Hals, Bünden, Stimmung und Spielweise stärker am E-Bass beziehungsweise an der Gitarre und wird typischerweise waagerecht vor dem Körper gespielt.
Der Kontrabass besitzt eine wesentlich größere Korpus- und Mensurkonstruktion und wird aufrecht gespielt. Auch Spieltechnik und Klangcharakter unterscheiden sich deutlich.
Ein Akustikbass lässt sich unverstärkt spielen und eignet sich beispielsweise gut zum Üben oder für kleinere akustische Sessions. Aufgrund der tiefen Frequenzen ist seine akustische Lautstärke jedoch begrenzt.
Beim Zusammenspiel mit mehreren kräftig gespielten Akustikgitarren, Percussion oder anderen lauteren Instrumenten kann eine zusätzliche Verstärkung erforderlich sein. Für Bühne und Band besitzen deshalb viele Akustikbässe einen Tonabnehmer.
Viele Akustikbässe besitzen ein integriertes Pickup-System. Häufig kommt ein Piezo-Tonabnehmer im Bereich des Stegs zum Einsatz. Dieser nimmt die Schwingungen des Instruments auf und wandelt sie in ein elektrisches Signal um.
Das Signal kann anschließend beispielsweise an einen Bassverstärker, Akustikverstärker, eine DI-Box oder eine geeignete PA weitergegeben werden.
Ein integrierter Preamp beziehungsweise Vorverstärker bereitet das Signal des Tonabnehmers auf und ermöglicht häufig eine direkte Klangregelung am Instrument.
Je nach Modell stehen Regler für Lautstärke, Bass, Mitten und Höhen zur Verfügung. Manche Preamps besitzen zusätzlich ein integriertes Stimmgerät oder weitere Funktionen.
Der klassische 4-Saiter ist normalerweise in E-A-D-G gestimmt und deckt ein sehr breites musikalisches Spektrum ab. Für Anfänger ist ein viersaitiger Akustikbass häufig der unkomplizierteste Einstieg.
Ein 5-saitiger Akustikbass erweitert den Tonumfang typischerweise um eine tiefe H-Saite. Das kann für bestimmte Arrangements, moderne Musikstile oder Musiker interessant sein, die bereits einen 5-saitigen E-Bass spielen.
Die meisten Akustikbässe besitzen Bünde. Dadurch lassen sich die Tonhöhen ähnlich wie auf einem klassischen E-Bass greifen.
Ein Fretless-Akustikbass besitzt dagegen keine Bundstäbchen. Dadurch sind gleitende Tonübergänge und ein eigenständiger Klangcharakter möglich. Gleichzeitig muss die Intonation stärker über die genaue Position der Greifhand kontrolliert werden.
Für Anfänger ist ein bundierter Bass deshalb meist einfacher zu spielen.
Die Mensur bezeichnet die schwingende Länge der Saite zwischen Sattel und Steg. Akustikbässe werden mit unterschiedlichen Mensuren angeboten.
Longscale-Modelle orientieren sich stärker an der verbreiteten Mensur vieler E-Bässe. Shortscale- und andere kompaktere Modelle besitzen eine kürzere Mensur und können dadurch ein anderes Spielgefühl bieten.
Ein Shortscale-Bass besitzt eine kürzere Mensur als ein typischer Longscale-Bass. Dadurch liegen die Bünde näher beieinander und die Saiten können sich bei vergleichbarer Konstruktion und Stimmung weniger straff anfühlen.
Shortscale-Akustikbässe können für Musiker interessant sein, die ein kompakteres Instrument bevorzugen. Auch für Gitarristen, die zusätzlich Bass spielen möchten, kann das Spielgefühl angenehm sein.
Ein größerer Resonanzkorpus kann die akustische Wiedergabe tiefer Frequenzen unterstützen, macht das Instrument aber gleichzeitig größer. Kompakte Akustikbässe können dagegen komfortabler zu halten und einfacher zu transportieren sein.
Die passende Korpusgröße ist deshalb immer ein Kompromiss zwischen akustischer Projektion, Ergonomie und Mobilität.
Bei einem akustischen Instrument sind Konstruktion und verwendete Materialien Teil des klanglichen Gesamtsystems. Für Decke, Boden, Zargen, Hals und Griffbrett kommen unterschiedliche Tonhölzer beziehungsweise alternative Materialien zum Einsatz.
Häufig verwendete Hölzer sind beispielsweise Fichte, Mahagoni, Ahorn und verschiedene Palisander-Alternativen. Der endgültige Klang lässt sich jedoch nicht allein anhand der Holzart vorhersagen, da Konstruktion, Abmessungen, Saiten und Verarbeitung ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.
Bei Akustikbässen können massive oder laminierte Decken verwendet werden. Eine massive Decke besteht aus massivem Tonholz, während laminierte Konstruktionen aus mehreren Materialschichten aufgebaut sind.
Massive Decken werden häufig bei höherwertigen akustischen Instrumenten eingesetzt. Laminierte Konstruktionen können dagegen robust und weniger empfindlich gegenüber wechselnden Umgebungsbedingungen sein.
Für Akustikbässe gibt es speziell entwickelte Akustikbass-Saiten. Sie unterscheiden sich je nach Hersteller hinsichtlich Material, Stärke, Spannung und Klangcharakter.
Bei einem Saitenwechsel sollten Mensur, Saitenzahl und Konstruktion des Instruments berücksichtigt werden. Nicht jeder beliebige E-Bass-Saitensatz ist automatisch die optimale Wahl für einen Akustikbass.
Die passende Saitenstärke hängt von Mensur, Stimmung, Instrument und persönlichem Spielgefühl ab. Dünnere und stärkere Sätze unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Spannung und Ansprache.
Wer deutlich von der bisherigen Saitenstärke abweicht, sollte berücksichtigen, dass eine Anpassung des Instrumenten-Setups erforderlich sein kann.
Ja. Ein Akustikbass für Anfänger kann besonders interessant sein, wenn überwiegend zu Hause oder in akustischen Besetzungen gespielt werden soll.
Beim Kauf sollten Anfänger insbesondere auf angenehme Saitenlage, komfortable Halsabmessungen, passende Korpusgröße und eine saubere Verarbeitung achten.
Wer hauptsächlich in einer lauten Band spielen möchte, sollte außerdem berücksichtigen, dass der Akustikbass dort in der Regel verstärkt werden muss.
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Durch den größeren Korpus kann sich die Spielhaltung zunächst ungewohnt anfühlen. Auch Saitenspannung, Halsprofil und Saitenlage beeinflussen den Kraftaufwand.
Ein gut eingestellter Akustikbass kann dennoch komfortabel spielbar sein. Entscheidend ist, dass Instrumentengröße und Setup zum Spieler passen.
Ja. Akustikbass kann sowohl mit den Fingern als auch mit Plektrum gespielt werden. Beide Techniken erzeugen unterschiedliche Anschlagseigenschaften und Klangcharaktere.
Auch weitere Spieltechniken sind möglich. Welche Technik am besten funktioniert, hängt von Musikstil und gewünschtem Sound ab.
Grundsätzlich lassen sich auch auf einem Akustikbass Slap-Techniken spielen. Klang und Spielgefühl unterscheiden sich jedoch von einem Solidbody-E-Bass.
Wie gut sich das Instrument dafür eignet, hängt unter anderem von Saitenlage, Konstruktion und Setup ab.
Akustikbässe lassen sich in zahlreichen Musikrichtungen einsetzen. Besonders naheliegend sind akustische Arrangements, Singer-Songwriter, Folk, Pop und Unplugged-Versionen von Rock-Songs.
Auch in Jazz, Blues, Country und anderen Stilrichtungen kann ein Akustikbass eine interessante Alternative zu E-Bass oder Kontrabass sein.
Ja. Der natürliche Klangcharakter eines Akustikbasses lässt sich gut mit Akustikgitarre und Gesang kombinieren. Gerade bei kleineren Sessions entsteht dadurch ein rein akustisches beziehungsweise zurückhaltendes Setup.
Für Auftritte kann der Bass über das integrierte Pickup-System verstärkt und an die vorhandene PA angeschlossen werden.
Ja. Ein Akustikbass kann auf unterschiedliche Weise aufgenommen werden. Bei einem Instrument mit Tonabnehmer lässt sich das elektrische Signal beispielsweise über ein Audio-Interface oder eine DI-Box aufnehmen.
Alternativ beziehungsweise ergänzend kann der akustische Klang mit einem Mikrofon aufgenommen werden. Die Kombination verschiedener Signale bietet zusätzliche Möglichkeiten bei der Klanggestaltung.
Ein Akustikbass mit Tonabnehmer kann je nach Setup beispielsweise über einen Bassverstärker, geeigneten Akustikverstärker oder eine PA wiedergegeben werden.
Welche Lösung am besten passt, hängt von gewünschtem Klang, Lautstärke und den Anschlüssen des Instruments ab.
Ja. Aufgrund seines Resonanzkorpus kann ein elektrisch verstärkter Akustikbass bei hoher Lautstärke anfälliger für Feedback beziehungsweise Rückkopplungen sein als ein massiver E-Bass.
Position zum Lautsprecher, Bühnenlautstärke, EQ-Einstellungen und weitere Faktoren beeinflussen das Feedback-Verhalten.
Je nach Einsatz sind verschiedene Zubehörteile sinnvoll:
Da Akustikbässe größere Korpusabmessungen als viele E-Bässe besitzen, sollte bei Taschen, Koffern und Ständern besonders auf die Kompatibilität geachtet werden.
Vor dem Kauf eines Akustikbasses solltest du überlegen, wo und wie du das Instrument hauptsächlich spielen möchtest. Folgende Kriterien helfen bei der Auswahl:
Wer hauptsächlich unverstärkt zu Hause spielt, kann andere Schwerpunkte setzen als ein Musiker, der einen Akustikbass für Live-Auftritte sucht. Für die Bühne sind Pickup, Preamp und eine praktische Klangregelung besonders interessant.
Ja. Durch seinen Resonanzkorpus erzeugt ein Akustikbass auch ohne Verstärker einen hörbaren Klang. Beim Zusammenspiel mit lauteren Instrumenten oder auf der Bühne kann jedoch eine zusätzliche Verstärkung notwendig sein.
Das hängt von Instrumenten, Spielweise und Umgebung ab. Da tiefe Frequenzen akustisch schwieriger mit hoher Lautstärke wiederzug
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